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Bürgermeisterwahl: Vorstellung der Kandidaten

In der Freitags-Ausgabe 1./2. August 98 der Rhein-Neckar-Zeitung wurden die Kandidaten der bevorstehenden Bürgermeisterwahl zu Arbeitslosigkeit befragt. Alle Kandidaten antworteten modisch korrekt und leicht verständlich, die Arbeitslosigkeit mindern zu wollen. Damit vertreten alle die falsche Ansicht.

Vor hunderten von Jahren war wohl der größte Teil der Leute in der Landwirtschaft tätig und damit beschäftigt, seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Es ist anzunehmen, daß es Mißernten und Hungerkatastrophen gab.Heutzutage sind 3% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, Hungerkatastrophen kommen hier nicht mehr vor. Die Versorgung mit Lebensmittel ist weitaus umfangreicher als früher, obwohl zahlenmäßig kaum noch Leute auf dem Feld die Ernte einbringen.

Nun sind die meisten Leute erwerbstätig (ca. 1/3) und erwirtschaften Wohlstand, was allgemein "Arbeiten" genannt wird. Ein scheinbar funktionierendes System, wenn es Arbeitslosigkeit nicht gebe. Was liegt da näher als "Arbeitslosigkeit zu bekämpfen". Kann dies Erfolg haben bei fortschreitender Automatisierung und Rationalisierung der gewerblichen Tätigkeiten? Können Menschen besser arbeiten als Maschinen? Arbeitslosigkeit kann am einfachsten durch Abschaffung von Arbeit gemindert werden. Wird in Zukunft nicht mit weniger Arbeitenden mehr Wohlstand erwirtschaftet, analog zur Entwicklung in der Landwirtschaft?

Heidelberg als Universitätsstadt sollte in die Zukunft schauen. Eine Umdefinition von Arbeit ist erforderlich, was dann Arbeitslosigkeit eleminiert!. Ein Substitut von Arbeit muß gefunden werden. Alle Kandidaten haben sich scheinbar zu Arbeit bekannt, ohne an die Zukunft zu denken.

Heidelberg, im Oktober 1998
Mathias Schmitz

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