Bericht „Geld ohne Arbeit“ in der Welt am Sonntag Nr. 13 vom 1. April 2007

 

Es soll verlockend klingen: Jeden Monat 800 Euro, ohne Bedingungen, für alle, siehe beiliegenden Bericht . Dabei ist unser System doch bestens darauf vorbereitet.

Unser Steuersystem fängt bei 7.235 Euro für einen Ledigen und bei 14.472 Euro mit der Splittingtabelle an.

Das 2.te Sozialgesetzbuch (SGB II) deckt den Bereich von 0 Euro Einnahmen mit der allgemeinen Grundsicherung von 4.140 Euro für einen Ledigen und beispielsweise 13.668 Euro für eine Familie mit 2 Kindern ab. Zusätzlich werden Wohnkosten gezahlt. Die Anrechnung eines Zuverdienst bis zu 18.000 Euro ist im §30 SGB II geregelt.

Mein Vorschlag, meine Idee ist es nun, die steuerlichen Grundtabelle und Splittingtabelle für den Einkommensbereich von 0 bis 7.235 bzw. 14.472 Euro zu erweitern mit einem „negativen“ Steuersatz. Negativer Steuersatz bedeutet dabei, daß man eine Zahlung vom Finanzamt erhält entsprechend einer Steuerrückzahlung. Diese Steuerrückzahlung kann sich an der jetzigen Grundsicherung aus dem 2.ten Sozialgesetzbuch (Hartz IV) richten oder auch 800 Euro monatlich betragen, wie in dem Beitrag „Welt am Sonntag“ dargestellt.

Zurzeit wird die Hartz IV Grundversicherung vom Bund mittels der Agentur für Arbeit ausgezahlt, die Wohnkosten werden von den kommunalen Jobcentern getragen. Die Bearbeitung der Arbeitslosenanträge erfolgt beim Jobcenter. Hier gibt es eine Berechnungstabelle in Excel XP, 2003 und in Berechnungstabelle in Excel 2007, 2010. Nach meinem Vorschlag käme mindestens die Grundsicherung von den Bundesländern über die Finanzämter, die ohnehin Einblick in die Einkommensituation der Antragsteller haben. Bei Vorlage des Steuerbescheides könnten dann die Wohnkosten von den Jobcentern bezahlt werden. Ein Übergang von Arbeitslosigkeit in selbständige Arbeit würde machbar werden.

Heidelberg, 16. April 2007
Mathias Schmitz

Vergleich (in Excel): erwerbsfähiger
Hilfebedürftiger (EH) zu einem Steuerzahler

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Bücher:

- Das Solidarische Bürgergeld von Borchard, Michael 2007 Lucius & Lucius, Kartoniert, 34 €

- Bürgergeld: Armut bekämpfen ohne Sozialhilfe von Knecht, Alban 2002 Haupt, Kartoniert, 24,90 €

- Ein Grund für die Zukunft: das Grundeinkommen von Werner, Götz W. 2006 Freies Geistesleben, Kartoniert, 5,00 €

- Der Freiheit verpflichtet, Bd.1. von Lambsdorff, Otto Graf 2006 Lucius & Lucius, Leinen, 58,00 €

- Entkoppelung von Arbeit und Einkommen von Vobruba, Georg 2007 VS Verlag, Kartoniert, 24,90 €

- Allgemeines Grundeinkommen von Bischoff, Joachim 2007 VSA, Kartoniert, 11,80 €

.. und viele weitere.

Links:
www.unternimm-die-zukunft.de
www.freiheitstattvollbeschaeftigung.de
www.archiv-grundeinkommen.de
www.solidarisches-buergergeld.de
www.netzwerk-grundeinkommen.de
www.initiative-grundeinkommen.ch
www.grundeinkommen.at
www.grundeinkommen.info
www.capabilityapproach.org
www.grundeinkommen.tv

 

 

Antwort:


Sehr geehrter Herr Schmitz,

... Das Solidarische Bürgergeld von Herrn Althaus orientiert sich am Negativsteuer-prinzip. Alle Bürgerinnen und Bürger mit einem Einkommen unter 1.600 Euro brutto im Monat bekommen ein Bürgergeld ausbezahlt (Negativsteuer). Bei allen mit einem Einkommen über 1.600 Euro brutto im Monat wirkt das Bürgergeld (hier: das „kleine“ Bürgergeld in Höhe von 400 Euro) wie ein heutiger Steuerfreibetrag. Alle heutigen Steuerbegünstigungen fallen weg. Die Finanzämter übernehmen die Auszahlung des Bürgergeldes.

Ab sofort finden Sie auch alles Aktuelle zum Solidarischen Bürgergeld unter www.solidarisches-buergergeld.de.

Mit freundlichen Grüßen

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